Das Wichtigste in Kürze
- Jede Gesellschaft mit beschränkter Haftung muss zwingend ein GmbH-Konto eröffnen, da die Finanzen einer juristischen Person strikt von den Privatguthaben der Gesellschafter und Geschäftsführer zu trennen sind.
- Bei der Auswahl eines Kontoanbieters spielen Gebühren, Transaktionskontingente, Gründungsunterstützung, Kartenoptionen und die Verfügbarkeit von Unterkonten eine zentrale Rolle.
- Empfehlenswerte GmbH-Konten bieten Tide, Finom, Vivid, Qonto, FYRST, Commerzbank und Revolut Business. Die Angebote decken die Bedürfnisse vieler Unternehmen ab, von digitalen Startups bis hin zu etablierten Mittelständlern.
Zwischen Gesellschaftsvertrag und Handelsregistereintrag liegt ein entscheidender administrativer Schritt: die Eröffnung eines Geschäftskontos. Ohne funktionsfähiges Firmenkonto kann eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung ihre Existenz nicht rechtswirksam beginnen. Die Einzahlung des Stammkapitals setzt ein separates Konto voraus, das ausschließlich der juristischen Person gehört. Erst wenn der Einzahlungsbeleg vorliegt, kann der Notar die Handelsregisteranmeldung veranlassen.
Die Kontopflicht als Startpunkt jeder GmbH-Gründung
Die gesetzliche Verpflichtung zum Firmenkonto unterscheidet Kapitalgesellschaften grundlegend von Einzelunternehmen und Freiberuflern. Während Letztere theoretisch ihr Privatkonto weiternutzen könnten, schreibt das GmbH-Gesetz die strikte Vermögenstrennung vor. Die Haftungsbeschränkung, die das Kernmerkmal einer GmbH ist, greift erst ab dem Moment der Handelsregistereintragung – und diese wiederum setzt den Nachweis über das eingezahlte Stammkapital voraus.
Die Auswahl des passenden Kontoanbieters sollte daher zeitnah nach der notariellen Beurkundung erfolgen. Aber Achtung: Zwischen reinen Digitalbanken, etablierten Filialinstituten und spezialisierten FinTechs existieren erhebliche Unterschiede bei Kosten, Leistungsumfang und Gründungsunterstützung.
Was ein GmbH-Konto kennzeichnet
Ein GmbH-Konto ist ein auf juristische Personen zugeschnittenes Bankkonto. Kontoinhaber ist stets die Gesellschaft selbst, nicht die Gesellschafter oder Geschäftsführer. Diese sind lediglich zur Eröffnung und Verwaltung berechtigt. Das Konto dient primär dem operativen Zahlungsverkehr. Dazu zählen Überweisungen an Lieferanten, Gehaltszahlungen, Steuerabführungen und Kundeneinnahmen.
Die zentrale Funktion in der Gründungsphase besteht in der Aufnahme des Stammkapitals. Bei der GmbH beträgt dieses mindestens 25.000 Euro, wobei vor Handelsregistereintragung mindestens die Hälfte – also 12.500 Euro – eingezahlt werden muss. Solange das vollständige Stammkapital nicht vorliegt, haften die Gesellschafter persönlich für die Differenz. Nach erfolgter Eintragung kann das Kapital für geschäftliche Zwecke verwendet werden, unterliegt aber strengen Regelungen zum Kapitalerhalt.
Anders als bei Konten für natürliche Personen verlangen Banken für GmbH-Konten umfangreichere Nachweise. Dazu gehören der notariell beglaubigte Gesellschaftsvertrag, die Gesellschafterliste, die Geschäftsführerbestellung und die Ausweisdokumente aller Gesellschafter. Viele Institute fordern zusätzlich einen Handelsregisterauszug, der allerdings erst nach der Gründung vorliegt. Während der Gründungsphase fungiert das Konto als Gründerkonto für die GmbH in Gründung.
Stammkapital und Einzahlungsvorgang
Das Stammkapital bildet die finanzielle Grundlage einer GmbH und dient Gläubigern als Sicherheit. Es kann als Bareinlage, Sacheinlage oder in Kombination eingebracht werden. Bei Bareinlagen überweisen die Gesellschafter ihre jeweiligen Anteile auf das Firmenkonto. Jeder Gesellschafter haftet für seinen zugesagten Beitrag. Die Höhe der Einlage je Gesellschafter muss im Gesellschaftsvertrag festgelegt sein und auf volle Eurobeträge lauten.
Für die Handelsregisteranmeldung genügt zunächst der Nachweis über 12.500 Euro. Banken stellen nach Eingang des Geldes eine Einzahlungsbestätigung oder einen Kontoauszug aus, den der Notar für die Anmeldung benötigt. Erst mit diesem Beleg kann die Eintragung erfolgen. Zwischen Kontoeröffnung, Stammkapitaleinzahlung und Handelsregistereintrag vergehen üblicherweise mehrere Wochen.
Sacheinlagen wie Maschinen, Fahrzeuge oder Immobilien erfordern eine Bewertung und erhöhen den Gründungsaufwand. Sie müssen im Gesellschaftsvertrag detailliert beschrieben werden. Bis zur vollständigen Einbringung des Stammkapitals trägt die Gesellschaft den Zusatz „in Gründung“ (i.G.). Die beschränkte Haftung greift erst nach dem Handelsregistereintrag. Während der Gründungsphase haften Geschäftsführer unter Umständen persönlich für Verbindlichkeiten der Vorgesellschaft.
Mehrere Geschäftsführer: Vollmachten und Legitimation
Bei GmbHs mit mehreren Geschäftsführern regelt der Gesellschaftsvertrag die Vertretungsbefugnis. Es gibt drei Grundmodelle: Einzelvertretung, Gesamtvertretung und gemischte Formen. Bei Einzelvertretung kann jeder Geschäftsführer allein handeln, auch Bankgeschäfte durchführen. Bei Gesamtvertretung müssen mindestens zwei Geschäftsführer gemeinsam agieren. Einige Banken bestehen bei Gesamtvertretung darauf, dass alle Transaktionen von mehreren Personen freigegeben werden.
Für die Kontoeröffnung müssen alle Geschäftsführer legitimiert werden, auch wenn später nur einer operativ verfügen soll. Banken verlangen Ausweisdokumente, teilweise auch Meldebestätigungen. Die Legitimation erfolgt per VideoIdent oder in einer Filiale. Einige digitale Anbieter ermöglichen eine vollständig online durchgeführte Identifikation aller Beteiligten.
Zusätzlich zu den Geschäftsführern können Prokuristen oder andere Bevollmächtigte Zugriff erhalten. Diese Vollmachten müssen schriftlich erteilt und bei der Bank hinterlegt werden. Moderne Geschäftskonten bieten abgestufte Berechtigungen: Ein Mitarbeiter kann Transaktionen vorbereiten, ein anderer sie freigeben. Solche Funktionen sind für größere Teams relevant.
Erforderliche Unterlagen für die Kontoeröffnung
Die Kontoeröffnung für eine GmbH erfordert mehr Dokumentation als bei Einzelunternehmern. Standard sind der notariell beurkundete Gesellschaftsvertrag und die Gesellschafterliste. Aus diesen Dokumenten müssen der Name der Gesellschaft, die Gesellschafter mit ihren Anteilen, die Stammkapitalhöhe und die Geschäftsführer hervorgehen. Die Geschäftsführerbestellung ist durch einen notariell beglaubigten Gesellschafterbeschluss nachzuweisen.
Alle Gesellschafter und Geschäftsführer müssen sich mit Personalausweis oder Reisepass identifizieren. Banken prüfen zudem die wirtschaftlich Berechtigten gemäß Geldwäschegesetz. Das sind Personen, die mindestens 25 Prozent der Anteile halten oder auf andere Weise beherrschenden Einfluss ausüben. Bei komplexen Beteiligungsstrukturen kann die Offenlegung mehrere Stufen erfordern.
Einige Institute verlangen eine Gewerbeanmeldung, obwohl diese bei GmbHs erst nach Handelsregistereintragung erfolgt. In solchen Fällen reicht zunächst die Urkundennummer des notariellen Vertrags. Nach erfolgter Eintragung ist der Handelsregisterauszug nachzureichen. Manche Banken akzeptieren auch eine Eintragungsbestätigung des Notars. Die genauen Anforderungen variieren zwischen den Anbietern erheblich.
Zeitpunkt und Ablauf der Kontoeröffnung
Die Kontoeröffnung sollte unmittelbar nach dem Notartermin erfolgen. Viele Notare nutzen elektronische Postfächer, um Gründungsunterlagen direkt an kooperierende Banken zu übermitteln. Dies beschleunigt den Prozess. Ohne solche Schnittstellen müssen Gründer die Dokumente selbst einreichen. Bei digitalen Anbietern geschieht dies durch Upload in der Banking-App oder im Kundenportal.
Die Bearbeitungszeit variiert stark. Filialbanken benötigen oft mehrere Wochen, da umfangreiche Compliance-Prüfungen stattfinden. FinTechs werben mit Kontoeröffnungen innerhalb von 48 Stunden. Realistisch sind bei GmbHs aufgrund der Dokumentenprüfung meist drei bis fünf Werktage. Während dieser Zeit erhält die GmbH in Gründung bereits Kontozugang und IBAN, kann aber noch nicht vollumfänglich verfügen.
Sobald das Konto eröffnet ist, überweisen die Gesellschafter ihre Stammkapitalanteile. Die Bank prüft den Eingang und stellt eine Einzahlungsbestätigung aus. Dieser Beleg geht an den Notar, der daraufhin die Handelsregisteranmeldung veranlasst. Bis zur Eintragung können weitere zwei bis vier Wochen vergehen. In dieser Zeit kann die GmbH i.G. bereits operieren, die Haftungsbeschränkung greift aber noch nicht.
Welche Bank eignet sich für die Eröffnung eines GmbH-Kontos am besten?
Die Antwort hängt von den individuellen Prioritäten ab, etwa, ob schnelle digitale Prozesse oder eine persönliche Betreuung in der Filiale bevorzugt werden:
- Digitalbanken überzeugen durch niedrige Kosten, schnelle Prozesse und moderne Funktionen wie unbegrenzte Unterkonten und Echtzeit-Buchhaltungsintegration. Sie eignen sich für technikaffine Gründer, die Bankgeschäfte mobil erledigen möchten.
- Filialbanken punkten mit persönlicher Beratung, Bargeldservice und etablierter Infrastruktur. Unternehmen mit komplexen Finanzierungsbedürfnissen oder hohem Bargeldaufkommen finden dort bessere Konditionen.
Auch die Unternehmensgröße spielt eine Rolle:
- Startups mit begrenztem Budget profitieren bei FinTechs von kostenlosen oder günstigen Einstiegstarifen.
- Mittelständler mit hohem Transaktionsvolumen benötigen leistungsfähigere Pakete mit mehr Inklusivbuchungen.
- International agierende GmbHs sollten auf günstige Fremdwährungskonten und SWIFT-Überweisungen achten.
Wer zudem Wert auf erweiterte Einlagensicherung legt, findet bei klassischen Banken mit Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds besseren Schutz als bei Banken mit gesetzlicher Mindestabsicherung.
Ein Vergleich lohnt sich, denn die Unterschiede sind erheblich. Von komplett kostenlosen Konten bis zu Monatspauschalen von mehr als 200 Euro reicht die Spanne. Auch versteckte Kosten wie für Karten, für Gebühren pro Überweisung sowie für Bargeldein- und -auszahlungen summieren sich.
Der folgende Überblick stellt sieben relevante Anbieter vor, die sich durch unterschiedliche Stärken für verschiedene Zielgruppen auszeichnen. In den Tabellen ist immer das günstigste GmbH-Konto des jeweiligen Anbieters dargestellt.
Tide: Britisches FinTech mit kostenlosem Basiskonto

Tide ist ein 2015 in London gegründetes FinTech, das 2024 auf den deutschen Markt expandierte. Das Angebot richtet sich primär an Freiberufler, Selbstständige und kleine GmbHs mit digitaler Ausrichtung.
Tide ★ Inkl. 4,25 % Zinsen
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Das GmbH-Konto von Tide ist vor allem auf die Verwaltung täglicher Geschäftsvorfälle ausgerichtet. Ein großer Vorteil ist die automatische Kategorisierung von Einnahmen und Ausgaben, die die manuelle Vorarbeit für die Buchhaltung erheblich reduziert. Zudem bietet Tide integrierte Rechnungsstellung direkt aus der App heraus. Ein potenzieller Nachteil ist das Fehlen von Filialen und die gesetzliche Einlagensicherung im Ausland, die manchen Gründern möglicherweise weniger Vertrauen vermittelt. Denn das GmbH-Konto von Tide unterliegt der niederländischen Einlagensicherung. Diese deckt aber auch – wie in allen EU-Ländern – Guthaben bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank ab. Tide unterstützt explizit GmbHs in Gründung und ermöglicht eine schnelle Stammkapitaleinzahlung.
Für wen geeignet und für wen nicht: Tide eignet sich für digital arbeitende GmbHs mit überschaubarem Transaktionsvolumen, die keine Bargeldgeschäfte abwickeln. Die nutzungsabhängige Gebührenstruktur ist bei wenigen monatlichen Überweisungen vorteilhaft. Unternehmen mit hohem Zahlungsverkehr oder Bedarf an persönlicher Beratung stoßen hier an Grenzen. Auch für Unternehmen, die internationale Zahlungen per SWIFT tätigen, ist Tide ungeeignet. Solche Zahlungen sind nicht möglich.
Tide: Konditionen des kostenlosen Geschäftskontos
| Merkmal | Konditionen |
| Monatliche Grundgebühr | ab 0 € |
| Kosten je SEPA-Überweisung | 0,20 € |
| Kosten je Lastschrift | 0,20 € |
| Anzahl Karten inklusive | 1 Mastercard Debitkarte |
| Kosten Zusatzkarte | keine Angabe |
| Bargeldeinzahlung möglich | |
| Bargeldabhebung | 2 € + Fremdgebühr |
| Unterkonten | |
| Besonderheiten | DATEV-Integration, Rechnungstool, für GmbH i.G. geeignet |
| Zielgruppe | Freiberufler, Einzelunternehmen, kleine GmbHs |
| Webseite | tide.co/de-DE/ * |
Stand: November 2025
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Finom: Niederländisches FinTech mit fünf Konten
Das 2019 gegründete niederländische FinTech Finom bietet fünf abgestufte Geschäftskonto-Tarife, die sich an Unternehmensgrößen und Rechtsformen anpassen. Der kostenlose Solo-Tarif richtet sich an Freiberufler. Für GmbHs stehen die Pakete Basic, Smart, Pro und Grow zur Verfügung. Basic kostet 9 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung. Alle höheren Tarife sind teurer und enthalten erweiterte Funktionen und unbegrenzte Nutzerzugänge.
finom ★ Bis zu 3 % Cashback
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Besonderheit
DATEV Anbindung
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Besonderheiten
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Finom unterstützt GmbHs in Gründung und bietet gegen Aufpreis einen Gründungsservice an, der von Namensprüfung bis Gewerbeanmeldung reicht. Die GmbH-Konten von Finom sind besonders stark in der Integration von Buchhaltungsfunktionen wie DATEV, sevDesk und FastBill und in der nahtlosen Anbindung an Steuerberater-Tools. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Unterkonten einzurichten, um Budgets klar voneinander zu trennen. Alle Tarife außer Solo beinhalten kostenlose Visa Business Debitkarten. Die Komplexität des Preismodells und die Notwendigkeit, für erweiterte Funktionen ein kostenpflichtiges Abonnement abzuschließen, können jedoch als Nachteil empfunden werden. Auch Bargeldeinzahlungen sind nicht möglich.
Für wen geeignet und für wen nicht: Finom passt zu wachsenden GmbHs, die Teamfunktionen benötigen und Buchhaltungsprozesse direkt ins Konto integrieren möchten. Die gestaffelten Tarife ermöglichen eine Anpassung an steigende Anforderungen. Nachteilig sind die hohen Fremdwährungsgebühren von bis zu 3,00 Prozent, was den Anbieter für international tätige Unternehmen weniger attraktiv macht.
Finom: Konditionen des Basic-Kontos
| Merkmal | Konditionen |
| Monatliche Grundgebühr | 9 € (bei jährlicher Zahlung) |
| Kosten je SEPA-Überweisung | 0 € (ab Basic) |
| Kosten je Lastschrift | 0 € |
| Anzahl Karten inklusive | 1 Visa Debitkarte (ab Basic) |
| Kosten Zusatzkarte | tarifabhängig |
| Bargeldeinzahlung möglich | |
| Bargeldabhebung | 0 % – 8 % (je nach Betrag und Tarif) |
| Unterkonten | bis zu 15 mit eigener IBAN |
| Besonderheiten | Cashback bis 3,00 %, DATEV-Integration, Gründungsservice optional |
| Zielgruppe | Freiberufler, kleine Teams, GmbHs, KMU |
| Webseite | finom.co/de-de * |
Stand: November 2025
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Vivid: Berliner Plattform lockt mit Zinsen und Cashback

Das Berliner FinTech Vivid Money kombiniert Banking mit Geldanlage. Das Business-Angebot umfasst acht Geschäftskonto-Tarife, von denen drei für Freiberufler und Selbstständige vorgesehen sind. Für GmbHs sind die Tarife Free Start (kostenlos), Basic, Pro, Enterprise, Enterprise+ zugänglich. Die Preise der kostenpflichtigen Konten (ab Basic) beginnen bei 6,90 Euro monatlich. Zu allen Vivid-Geschäftskonto-Tarifen gehört eine unbegrenzte Anzahl physischer und virtueller Visa-Debitkarten. Hinzu kommen unbegrenzt viele Unterkonten mit eigener deutscher IBAN, was die Verwaltung verschiedener Projekte oder Kostenstellen erleichtert.
Vivid ★ 4 % Zinsen auf positive Kontostände
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Eröffnung
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Besonderheit
Unbegrenzt vielen DE IBANs
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Besonderheiten
Unbegrenzt vielen DE IBANs
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Das Alleinstellungsmerkmal der Vivid GmbH-Konten sind die attraktiven Zinsen auf geparkte Liquidität. Geschäftskunden erhalten aktuell 4,00 Prozent pro Jahr auf Kontoguthaben für die ersten vier Monate, danach tarifabhängig bis zu 2,70 Prozent. Dies macht Vivid attraktiv für GmbHs, die Liquiditätsreserven kurzfristig verzinsen möchten. Zusätzlich gibt es Cashback auf Kartenzahlungen – bei ausgewählten Marken zwischen 4,00 und 10,00 Prozent. Fremdwährungszahlungen kosten je nach Tarif 1,00 oder 2,00 Prozent. Für Bargeldabhebungen fallen 1,00 bis 3,00 Prozent an.
Für wen geeignet und für wen nicht: Vivid eignet sich für GmbHs mit Liquiditätspolstern, die von Zinsen profitieren möchten. Vorteilhaft ist Vivid auch für Unternehmer, die viele Unterkonten mit eigener deutscher IBAN benötigen. Allerdings ist Vivid Money ein E-Geld-Institut, wodurch Guthaben nicht unter die klassische Einlagensicherung fallen, sondern über Treuhandkonten bei Partnerbanken gesichert sind. Für Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen ist der Anbieter daher weniger geeignet. Gleiches gilt für Unternehmen mit vielen Bargeldbewegungen, weil die digitalen Geschäftskonten keine Bargeldeinzahlungen ermöglichen und Bargeldabhebungen mit der Visa-Debitkarte mit Gebühren verbunden sind.
Vivid: Konditionen des Basic-Kontos
| Merkmal | Konditionen |
| Monatliche Grundgebühr | 6,90 € |
| Kosten je SEPA-Überweisung | 0 € |
| Kosten je Lastschrift | 0 € |
| Anzahl Karten inklusive | unbegrenzt (physisch und virtuell) |
| Kosten Zusatzkarte | 0 € |
| Bargeldeinzahlung möglich | |
| Bargeldabhebung | 1,00 % – 3,00 % (tarifabhängig) |
| Unterkonten | unbegrenzt mit eigener IBAN |
| Besonderheiten | 4,00 % Zinsen (4 Monate), Cashback bis zu 10,00 %, Währungskonto in mehr als 20 verschiedenen Währungen möglich |
| Zielgruppe | Startups, digitale Unternehmen, GmbHs mit Liquidität |
| Webseite | vivid.money/de-de/business * |
Stand: November 2025
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Qonto: Französisches FinTech mit Gründerbegleitung

Die 2017 in Paris gegründete Neobank Qonto hat sich auf moderne Geschäftskonten für KMU und Startups spezialisiert. In Deutschland sind sechs Tarife verfügbar: Basic, Smart und Premium für Selbstständige und Kleinunternehmen sowie Essential, Business und Enterprise für GmbHs und KMU. Die monatlichen Preise der GmbH-Konten beginnen bei 49 Euro (Essential). Alle Tarife beinhalten die Qonto One Card, eine Mastercard-Debitkarte, sowie umfangreiche Verwaltungstools.
Qonto ★ Top Auswahl für Freiberufler
Kontoführung
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Eröffnung
Online
Besonderheit
Für alle Freelancer & GmbHs
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Eröffnung
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Besonderheiten
Für alle Freelancer & GmbHs
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Hervorzuheben ist der strukturierte Gründungsprozess. Qonto führt GmbH-Gründer Schritt für Schritt durch alle Phasen – von der ersten Idee und Firmennamenprüfung über die Dokumenteneinreichung und die Stammkapitaleinzahlung bis zur Handelsregistereintragung. Die Kapitaleinzahlung erfolgt direkt über das Qonto-Konto, und die Einzahlungsbescheinigung wird innerhalb von 24 Stunden digital bereitgestellt. Qonto erlaubt mehreren Nutzern gleichzeitig den Kontozugriff mit abgestuften Berechtigungen. Diese können individuell angepasst werden, zum Beispiel mit Zugriff auf bestimmte Unterkonten oder Zahlungslimits. Teammanagement, automatische Belegerfassung und DATEV-Integration sind Standard. Der Nachteil von Qonto liegt in den vergleichsweise hohen monatlichen Kontogebühren. Cashback oder Zinsen gibt es nicht.
Für wen geeignet und für wen nicht: Qonto passt zu GmbHs, die professionelle Teamstrukturen aufbauen und Wert auf Buchhaltungsautomatisierung legen. Die hohen Kartenlimits von bis zu 200.000 Euro monatlich ermöglichen auch größere Transaktionen. Für Gründer mit kleinem Budget sind die Tarife vergleichsweise teuer. Auch die Kosten für virtuelle Karten im Basis-Tarif (2 Euro pro Karte und Monat) können sich summieren.
Qonto: Konditionen des Essential-Kontos
| Merkmal | Konditionen |
| Monatliche Grundgebühr | 49 € |
| Kosten SEPA-Überweisung und Lastschrift | 150 pro Monat kostenfrei, danach je 0,25 € |
| Anzahl Karten inklusive | 1 Mastercard One Card |
| Kosten Zusatzkarte | bis zu 30 physische und 50 virtuelle (ab Smart) |
| Bargeldeinzahlung möglich | |
| Bargeldabhebung | 2 € pro Vorgang (One Card) |
| Unterkonten | vier kostenfreie Unterkonten mit eigener IBAN |
| Besonderheiten | Gründungsprozess-Begleitung, DATEV-Integration, Teamverwaltung |
| Zielgruppe | Gründer, Selbstständige, GmbHs, KMU |
| Webseite | qonto.com/de * |
Stand: November 2025
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FYRST: Deutsche Bank-Tochter mit Filialnetz-Zugang
FYRST ist die 2017 gestartete Digitalmarke der Deutschen Bank. Sie verbindet moderne Banking-Technologie mit etablierter Bankeninfrastruktur. Zwei Kontomodelle stehen zur Wahl: Base (für Freiberufler kostenlos, für GmbHs sechs Euro monatlich) und Complete (25 Euro monatlich). Beide beinhalten die FYRST Card Plus, eine kostenlose Mastercard-Debitkarte. Zusätzlich bietet FYRST die Postbank Mastercard Business Classic als echte Kreditkarte mit Zahlungsziel an – im ersten Jahr gebührenfrei, danach 30 Euro jährlich.
Fyrst Geschäftskonto
Kontoführung
Ab 0 €
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Besonderheit
Bargeldservice an über 7.000 Standorten
- Kostenlose Debit Mastercard
- Tagesgeldkonto mit 3 % p.a. inklusive (erste 3 Monate)
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Für Freelancer und Selbstständige dauerhaft kostenlos. Unternehmen wie GmbH oder UG zahlen ab dem 7. Monat 6 € pro Monat. Complete ab 10 €, Premium ab 24 € pro Monat.
Kostenlose Debit Mastercard, Bargeld ein- und auszahlen an über 7.000 Automaten der Cash Group, SEPA-Echtzeitüberweisungen, Apple & Google Pay, DATEV-Anbindung sowie Auslandsüberweisungen weltweit.
Als Marke der Deutschen Bank gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €. Darüber hinaus sind Einlagen durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken bis zu 437.500 € zusätzlich abgesichert, deutlich mehr als bei reinen FinTech-Anbietern.
FYRST ist die digitale Geschäftsbank der Deutschen Bank und verbindet modernes Online-Banking mit der Sicherheit eines der größten Bankhäuser Europas. Das Konto ist in wenigen Minuten online eröffnet und unterstützt fast alle Rechtsformen. Besonders hervorzuheben: Einlagen sind doppelt gesichert, gesetzlich bis 100.000 € und zusätzlich bis zu 437.500 € über den Bankenverband.
Ein Alleinstellungsmerkmal ist der Zugang zur Deutschen-Bank-Infrastruktur. Bargeldabhebungen sind an allen Cash-Group-Automaten kostenlos, Bargeldeinzahlungen am Postbank-Schalter ebenfalls. Die erweiterte Einlagensicherung durch den Bundesverband deutscher Banken schützt derzeit bis zu 437.500 Euro pro Kunde und übertrifft damit die gesetzliche Mindestabsicherung deutlich. FYRST unterstützt GmbHs in Gründung und bietet ein spezielles Gründerkonto.
Für wen geeignet und für wen nicht: FYRST eignet sich für GmbHs, die digitales Banking mit klassischer Bankensicherheit kombinieren möchten. Die Möglichkeit, Bargeld einzuzahlen, ist für handelsnahe Betriebe relevant. Fremdwährungsgebühren von 1,85 Prozent machen den Anbieter für international tätige Unternehmen teurer. Virtuelle Karten und Cashback-Programme fehlen.
FYRST: Konditionen des Base-Kontos
| Merkmal | Konditionen |
| Monatliche Grundgebühr | 6 € |
| Kosten SEPA-Überweisung und Lastschrift | 50 kostenlose beleglose Buchungen pro Monat, danach je 0,19 € |
| Anzahl Karten inklusive | 1 Mastercard Debitkarte |
| Kreditkarte optional zubuchbar | Postbank Mastercard Business Classic: 0 € im 1. Jahr, 30 € ab 2. Jahr |
| Bargeldeinzahlung möglich | (kostenlos an Postbank-Schaltern) |
| Bargeldabhebung | 0 € an Cash Group Automaten 1,00 % – 2,99 % an Fremdautomaten (mind. 5 €) |
| Unterkonten | kostenpflichtig zubuchbar |
| Besonderheiten | echte Kreditkarte, erweiterte Einlagensicherung, Gründerkonto |
| Zielgruppe | Freiberufler, Selbstständige, GmbHs, KMU |
| Webseite | fyrst.de * |
Stand: November 2025
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Commerzbank: Filialbank mit Gründerbegleitung für GmbHs

Die Commerzbank gehört zu Deutschlands größten Geschäftskundenbanken und bietet drei Kontomodelle für GmbHs an. Das KlassikGeschäftskonto richtet sich mit 15,90 Euro monatlich an Unternehmen mit moderatem Transaktionsvolumen. In den ersten sechs Monaten entfällt die Grundgebühr. Im Paket enthalten sind eine Mastercard Debitkarte und zehn kostenlose beleglose Buchungen monatlich.
Für GmbHs mit höherem Zahlungsverkehr steht das PremiumGeschäftskonto für 34,90 Euro zur Verfügung. Neukunden erhalten es in den ersten 24 Monaten für 8,90 Euro monatlich. Die Gebühren sind höher, dafür gibt es mehr Inklusivleistungen, zum Beispiel eine Business Card Premium Kreditkarte mit Zahlungsziel und 50 kostenlose beleglose Buchungen.
Für Unternehmen mit umfangreichem Zahlungsverkehr ist das PremiumGeschäftskonto Plus prädestiniert. Für 54,9 Euro monatlich bietet es unter anderem zwei Debit- und zwei Kreditkarten, 250 kostenlose beleglose Buchungen pro Monat, ein Fremdwährungskonto und eine verlängerte Umsatzübersicht (mehr als 24 Monate).
GmbH-Gründer genießen bei der Commerzbank den Vorteil der persönlichen Betreuung in einem bundesweiten Filialnetz. Geschäftsführer erhalten Unterstützung bei der Kontoeröffnung, Stammkapitaleinzahlung und Handelsregisteranmeldung. Die erweiterte Einlagensicherung durch den Bundesverband deutscher Banken übertrifft mit mehreren Millionen Euro die gesetzliche Absicherung deutlich.
Für wen geeignet und für wen nicht: Die Commerzbank eignet sich für GmbHs, die Wert auf persönliche Beratung und umfassende Bankdienstleistungen legen. Vor allem bargeldintensive Betriebe, etwa im Handel oder in der Gastronomie, profitieren vom Filialnetz, da Ein- und Auszahlungen am Schalter möglich sind. Für rein digital operierende GmbHs ohne Bargeldgeschäft sind die Kontogebühren der Commerzbank im Vergleich zu FinTechs hoch. Auch die Kosten für Überweisungen und Kartenzahlungen sind höher als bei digitalen Wettbewerbern.
Commerzbank: Konditionen des zum KlassikGeschäftskonto
| Merkmal | Konditionen |
| Monatliche Grundgebühr | 15,90 € (0 € für die ersten 6 Monate) |
| Kosten SEPA-Überweisung und Lastschrift | 10 beleglose Buchungen pro Monat , danach je 0,20 € |
| Anzahl Karten inklusive | 1 Business Card Premium Debit für 5,90 € monatlich |
| Kreditkarte optional zubuchbar | Business Card Premium für 79,90 € jährlich |
| Bargeldeinzahlung möglich | 2,50 € pro Vorgang an Commerzbank Automaten |
| Bargeldabhebung | 0 € (Cash Group), sonst 2,50 € |
| Unterkonten | gegen Aufpreis (9,90 € mtl. für Fremdwährungskonto) |
| Besonderheiten | Filialnetz, Gründerberatung, erweiterte Einlagensicherung |
| Zielgruppe | GmbHs mit Beratungsbedarf, bargeldintensive Betriebe |
| Webseite | commerzbank.de * |
Stand: November 2025
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Revolut Business: Multi-Währungs-Banking für internationale GmbHs

Das britische FinTech Revolut mit litauischer Banklizenz hat sich auf grenzüberschreitendes Banking spezialisiert und bietet GmbHs vier Geschäftskonto-Tarife. Das Basic-Paket kostet 10 Euro monatlich und eignet sich für GmbHs mit geringem Transaktionsvolumen. In den Tarifen Grow (ab 30 Euro), Scale (ab 90 Euro) und Enterprise (individuell) erhalten Gesellschaften erweiterte Funktionen und höhere Freikontingente. Alle Pakete beinhalten bis zu drei physische und bis zu 200 virtuelle Mastercard-Debitkarten pro Teammitglied.
Der Hauptvorteil für international tätige GmbHs liegt in der Multi-Währungsfähigkeit. Die Konten lassen sich in rund 35 Währungen führen und Zahlungen in mehr als 130 Währungen abwickeln. Der Währungsumtausch erfolgt zum Interbankenkurs mit transparenten Aufschlägen. Fremdwährungsumrechnungen sind je nach Tarif bis zu einem bestimmten Kontingent kostenlos, danach fallen 0,60 Prozent Wechselkursgebühr an. Die Ausgabenverwaltung ermöglicht Echtzeit-Limits, Kategoriezuweisungen und mehrstufige Genehmigungsprozesse für verschiedene Geschäftsführer.
Revolut unterstützt GmbHs in Gründung und ermöglicht eine vollständig digitale Kontoeröffnung inklusive VideoIdent für alle Gesellschafter. Die Stammkapitaleinzahlung erfolgt über SEPA-Überweisung, eine Einzahlungsbestätigung wird zeitnah ausgestellt. Buchhaltungsintegrationen zu DATEV, Lexoffice und anderen Systemen funktionieren reibungslos. Bargeldabhebungen kosten 2,00 Prozent des Betrags. Bargeldeinzahlungen sind nicht möglich.
Für wen geeignet und für wen nicht: Revolut Business ist erste Wahl für GmbHs mit internationalem Geschäft. Import-Export-Unternehmen, E-Commerce-Händler mit internationaler Kundschaft und Software-Firmen mit Kunden in verschiedenen Währungsräumen profitieren von den günstigen Wechselkursen und der flexiblen Kartenverwaltung. Rein national tätige GmbHs ohne Fremdwährungsbedarf benötigen viele der Funktionen nicht und würde dafür umsonst bezahlen. Zudem könnten bestimmte Unternehmen die fehlende Möglichkeit zur Bargeldeinzahlung und die litauische Einlagensicherung (bis 100.000 Euro) als Ausschlusskriterien betrachten.
Revolut Business: Konditionen des Basic-Kontos
| Merkmal | Konditionen |
| Monatliche Grundgebühr | 10 € |
| Kosten SEPA-Überweisung und Lastschrift | 10 lokale Überweisungen kostenfrei, danach je 0,20 € |
| Anzahl Karten inklusive | bis zu 3 physische und bis zu 200 virtuelle pro Teammitglied |
| Bargeldeinzahlung möglich | |
| Bargeldabhebung | 2,00 % des Betrags |
| Unterkonten | rund 35 Währungskonten möglich |
| Besonderheiten | Multi-Währungskonto, Interbankenkurs, für GmbH i.G. geeignet |
| Zielgruppe | International tätige GmbHs, E-Commerce-Unternehmen, Import-Export-Unternehmen |
| Webseite | revolut.com/de-DE/business * |
Stand: November 2025
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Weitere Aspekte bei der Wahl eines GmbH-Kontos
Bei der Auswahl eines Geschäftskontos sollte auch die künftige Skalierbarkeit berücksichtigt werden. Viele Startups beginnen mit kostenlosen Basiskonten, stoßen aber bei wachsendem Transaktionsvolumen schnell an Grenzen. Ein Kontowechsel mitten im laufenden Betrieb ist aufwendig: Daueraufträge müssen umgestellt, Kunden über neue Bankverbindungen informiert und die Buchhaltung angepasst werden. Hier hilft es, nach Anbietern mit gestaffelten Tarifen zu schauen. Sie ermöglichen einen flexiblen Wechsel in höhere Pakete ohne Kontoauflösung.
Wichtig ist auch die Integration in Buchhaltungssoftware. Sie spart erheblich Zeit. Automatisierte Belegerfassung, Kategorisierung von Transaktionen und direkter Export zu DATEV, sevDesk oder Lexoffice reduzieren den manuellen Aufwand. Besonders bei mehreren Mitarbeitern mit eigenen Karten lohnen sich digitale Lösungen mit Workflow-Management.
Auch die steuerliche Behandlung verdient Beachtung. Kontoführungsgebühren sind als Betriebsausgaben absetzbar, Transaktionskosten und Kartengebühren ebenso. Bei echten Kreditkarten können Zinsen entstehen, wenn der monatliche Saldo nicht vollständig beglichen wird. Diese Kosten müssen in der Gewinnermittlung erfasst werden.
Sicherheitsaspekte spielen ebenfalls eine Rolle. Zwei-Faktor-Authentifizierung, biometrische Freigaben und Transaktionslimits schützen vor unbefugten Zugriffen. Bei mehreren Geschäftsführern oder Prokuristen empfehlt sich das Vier-Augen-Prinzip für größere Zahlungen. Moderne Banking-Apps bieten Push-Benachrichtigungen bei jeder Transaktion. Einige Institute erlauben auch die temporäre Sperrung von Karten per App, etwa bei Verlust oder Diebstahl.
Für wen sich welches GmbH-Konto besonders lohnt
Tech-Startups und digitale GmbHs mit geringem Transaktionsvolumen profitieren von Tide oder Vivid. Tide überzeugt durch Gratiskontoführung und nutzungsabhängige Gebühren, Vivid durch Zinsen auf Kontoguthaben und Cashback. Beide Anbieter sind vollständig digital und benötigen keine Filialbesuche.
Wachsende GmbHs mit mehreren Mitarbeitern finden bei Finom und Qonto professionelle Lösungen. Finom punktet mit Skalierbarkeit und Cashback-Programmen, Qonto mit ausgereifter Teamverwaltung und strukturierter Gründungsbegleitung. Beide bieten unbegrenzte virtuelle Karten und umfassende Buchhaltungsintegration.
International agierende GmbHs sind bei Revolut Business in besten Händen. Die Kombination aus Multi-Währungskonten, günstigen Wechselkursen und flexibler Kartenverwaltung schafft Synergien, die klassische Banken nicht bieten. Besonders Import-Export-Unternehmen und E-Commerce-Händler mit internationaler Kundschaft sparen erhebliche Kosten.
Etablierte Mittelständler mit Beratungsbedarf profitieren von Commerzbank oder FYRST. Die Commerzbank bietet persönliche Ansprechpartner, Filialnetz und erweiterte Einlagensicherung. FYRST kombiniert digitale Effizienz mit Deutsche-Bank-Stabilität und ermöglicht kostenlose Bargeldeinzahlungen am Postbank-Schalter.
Bargeldintensive GmbHs wie Einzelhändler oder Gastronomiebetriebe sollten FYRST oder Commerzbank bevorzugen. Beide ermöglichen kostenlose Bargeldeinzahlungen. Digitale Anbieter ohne Filialnetz scheiden für solche Geschäftsmodelle aus.
Gründungs-GmbHs mit begrenztem Budget starten am besten mit Tide, Finom oder FYRST. Alle drei bieten niedrige Einstiegskosten bei solidem Funktionsumfang. Sobald das Geschäft wächst, lassen sich höhere Tarife oder Anbieterwechsel vornehmen.
Häufig gestellte Fragen zu GmbH-Konten
Ja, eine GmbH kann beliebig viele Geschäftskonten bei unterschiedlichen Banken unterhalten. Dies kann aus mehreren Gründen sinnvoll sein: Die Einlagensicherung gilt pro Bank und Kunde mit 100.000 Euro, sodass höhere Guthaben durch Aufteilung vollständig abgesichert werden. Zudem lassen sich verschiedene Geschäftsbereiche oder Tochtergesellschaften über separate Konten verwalten. Auch die Kombination aus digitalem Hauptkonto und klassischem Filialkonto für Bargeldgeschäfte ist praktikabel. Allerdings steigen Verwaltungsaufwand und Buchhaltungskomplexität mit jedem zusätzlichen Konto.
Nein, nach erfolgter Handelsregistereintragung kann das Stammkapital für betriebliche Zwecke verwendet werden. Es dient der Finanzierung von Geschäftsausgaben wie Miete, Gehältern, Wareneinkauf oder Investitionen. Allerdings unterliegt die GmbH den Kapitalerhaltungsvorschriften des GmbH-Gesetzes. Auszahlungen an Gesellschafter sind nur als Gewinnausschüttungen oder Gehaltszahlungen zulässig, wenn diese nachweislich Arbeitsleistungen erbringen. Unzulässige Kapitalrückzahlungen gefährden die Haftungsbeschränkung und können zur persönlichen Haftung der Geschäftsführer führen.
Ein späterer Kontowechsel ist jederzeit möglich, erfordert aber sorgfältige Planung. Zunächst wird das neue Konto eröffnet und die IBAN dem Finanzamt, Sozialversicherungsträgern und Geschäftspartnern mitgeteilt. Daueraufträge und Lastschriftmandate müssen umgestellt werden. Während der Übergangsphase sollten beide Konten parallel geführt werden, um keine Zahlungen zu verpassen. Nach vollständiger Umstellung kann das alte Konto gekündigt werden. Für den Übergang sollten mindestens drei Monate eingeplant werden.
Ja, Gesellschafter überweisen ihre Stammkapitalanteile von ihren privaten Konten auf das Geschäftskonto der GmbH. Die Überweisung muss eindeutig dem jeweiligen Gesellschafter zuzuordnen sein, weshalb im Verwendungszweck Name und Zweck angegeben werden sollten. Die Bank prüft den Geldeingang und stellt eine Einzahlungsbestätigung aus. Sacheinlagen wie Maschinen oder Fahrzeuge erfordern eine gutachterliche Bewertung und umfangreichere Dokumentation. Mischformen aus Bar- und Sacheinlagen sind möglich, erhöhen aber den Gründungsaufwand erheblich.
Die Dauer variiert stark zwischen den Anbietern. Digitale FinTechs benötigen meist drei bis fünf Werktage ab vollständiger Dokumenteneinreichung. Filialbanken brauchen oft zwei bis vier Wochen, da umfassende Compliance-Prüfungen durchgeführt werden. Verzögerungen entstehen häufig durch unvollständige Unterlagen, fehlende Legitimationen aller Gesellschafter oder Rückfragen zur wirtschaftlichen Berechtigung. Einige Anbieter ermöglichen eine vorläufige Kontonutzung bereits vor Abschluss aller Prüfungen. Der Zugang zur IBAN erfolgt meist innerhalb von 48 Stunden nach Antragstellung, die vollständige Freischaltung aller Funktionen kann jedoch länger dauern.
Neben der monatlichen Grundgebühr fallen oft zusätzliche Kosten an, die bei oberflächlicher Betrachtung übersehen werden. Dazu gehören Gebühren für Bargeldeinzahlungen und -abhebungen an fremden Automaten, Kosten für beleghafte Überweisungen, Auslandseinsatzentgelte bei Kartenzahlungen außerhalb der Eurozone und Gebühren für eingehende SWIFT-Zahlungen. Auch Kontoauszüge in Papierform, SMS-TAN-Verfahren oder telefonische Überweisungen können kostenpflichtig sein. Besonders bei Basistarifen mit geringen Grundgebühren lohnt sich ein Blick ins Preis-Leistungs-Verzeichnis, um die Gesamtkosten realistisch einzuschätzen.
Nein, der Kontozugriff richtet sich nach der Geschäftsführerbefugnis und nicht nach der Gesellschafterstellung. Nur die im Gesellschaftsvertrag benannten Geschäftsführer erhalten Kontovollmacht. Gesellschafter ohne Geschäftsführungsfunktion haben kein automatisches Zugriffsrecht, können aber durch Gesellschafterbeschluss bevollmächtigt werden. Bei mehreren Geschäftsführern mit Gesamtvertretung müssen Banktransaktionen von mindestens zwei Personen freigegeben werden. Moderne Business-Konten erlauben die Vergabe abgestufter Rechte: Einsichtsrechte ohne Transaktionsbefugnis, Vorbereitungsrechte ohne Freigabebefugnis oder vollständige Kontrollrechte.
Ja, GmbHs können Konten bei ausländischen Banken innerhalb und außerhalb der EU führen. Innerhalb der EU gelten harmonisierte Regelungen, die Kontoeröffnung ist unkompliziert. Viele der hier vorgestellten Anbieter wie Revolut, Finom oder Vivid sind ausländische Institute mit deutscher Niederlassung. Konten außerhalb der EU erfordern oft umfangreichere Nachweise und unterliegen unterschiedlichen Einlagensicherungssystemen. Steuerrechtlich müssen ausländische Konten in Deutschland gemeldet werden. Für den operativen Zahlungsverkehr empfiehlt sich mindestens ein inländisches Konto mit deutscher IBAN, da manche Behörden und Geschäftspartner ausländische IBANs nicht akzeptieren.

